Sabine Hey

Keine Malerei ohne Prozess

Die offene Malweise lässt Dinge durch Verschwinden entstehen.

Landschaften sowie Figuren zerfließen.

Die Akteure lösen sich aus dem realen Raum.

 

"Die Reduktion auf das Wesentliche öffnet den Raum für eigene Phantasien und ermöglicht den Austausch mit sich selbst".  Sabine Hey

news


Transience – neue Werkreihe

„Transience“ ist eine neue Werkreihe aus Zeichnung und Malerei, die sich mit der Vergänglichkeit auseinandersetzt. Im Zentrum stehen Blumensträuße – jene Geschenke, die man zum Geburtstag, zum Muttertag oder als kleine Geste zwischendurch erhält.

Nicht das Frische, Leuchtende oder makellos Neue dieser Sträuße interessiert mich, sondern ihr stiller Wandel. Ich richte den Blick auf das Schöne im Verblühen, im Vergehen, im Vertrocknen. Wenn Blütenblätter ihre Spannung verlieren, Farben matter werden und Stiele sich neigen, entsteht eine eigene, leise Ästhetik – eine Poesie des Endlichen.

In meinen Arbeiten halte ich diesen Moment des Übergangs fest. Die Formen werden fragiler, die Strukturen zeichnen sich deutlicher ab, das Licht betont Falten, Risse und Transparenzen. Was zunächst als Zeichen des Verlustes erscheint, offenbart bei näherer Betrachtung Würde, Zartheit und eine besondere Intensität. „Transience“ versteht Vergänglichkeit nicht als Mangel, sondern als natürlichen Prozess – als Erinnerung daran, dass Schönheit nicht im                          Dauerhaften liegt, sondern im Wandel selbst.

 

Transience, 29,7 x 21 cm, Marker/Papier



Übersichtsvideo:

Ausstellung 2020 in der Galerie SK