Sabine Hey                                                    keine Malerei ohne Prozess

 

Die offene Malweise lässt Dinge durch Verschwinden entstehen.

Landschaften sowie Figuren zerfließen.

Die Akteure lösen sich aus dem realen Raum.

 

"Die Reduktion auf das Wesentliche öffnet den Raum für eigene Phantasien und ermöglicht den Austausch mit sich selbst".  Sabine Hey

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CityArtists 2022 Preisträger Begründung der Jury

 

Der Container ist ein Behältnis, um Waren zu lagern und zu transportieren. Dass darin mittlerweile Menschen leben, Kinder lernen und Containeransammlungen ganze Städte bilden, gerät durch die Medienbilder zum alltäglichen Anblick. In ihrer Werkreihe „Continere“ greift die in Bochum lebende Künstlerin Sabine Hey das architektonische Element der überlebensgroßen Behälter auf und versetzt sie auf ihre leeren, teils unbehandelten Leinwände. Dadurch verwandelt die Künstlerin zum Beispiel eine verbeulte orangefarbene Metallbox in ein Momento mori menschlicher Zivilisation. Übereinandergestapelte gelbe Frachtcontainer wiederum erreichen eine Leichtigkeit, die vergessen macht, dass hier schwere Lasten lagern. Teilweise erinnern die gemalten Container an Farbfeldmalerei, teilweise rufen sie mit schelmischem Grinsen und wenigen Strichen den Comic ins Gedächtnis. Die 1967 in Detmold geborene Künstlerin vermag es mit malerischem Können eine Thematik durchzudeklinieren, bei der keine Langeweile aufkommt – von still und nachdenklich bis heiter und versöhnlich entsteht bei Sabine Hey ein Panorama menschlicher Existenz, das sich in den Boxen manifestiert.

 

Übersichtsvideo:

Ausstellung 2020 in der Galerie SK